Einfache Anmeldung
Die Kosten für das Menü (ohne Getränke) inklusive eines Kaffees und der Abendunterhaltung betragen wiederum nur Fr. 70.- (inkl. Mehrwertsteuer) pro Person. Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder des Erlen-Vereins Basel. Die Anmeldung erfolgt mittels Zahlung mit dem eingehefteten Einzahlungsschein in der Erle-Zytig 1/2012 für ein, zwei oder mehrere Personen aufs Konto "Hirschessen" oder auch durch E-Banking. Die Einzahlungen müssen bis spätestens 16. März 2012 erfolgt sein. Die Anmeldung zum Hirschessen ist definitiv. Im Verhinderungsfall kann der Betrag leider nicht zurückerstattet werden.
Neu senden wir Ihnen nach Zahlungseingang die Bankettkarten per Post nach Hause. Wer nach dem 16. März einzahlt, erhält die Bankettkarte bei der Eingangskontrolle gegen Vorlage der Zahlungsbestätigung ausgehändigt. Die Bankettkarte wird im Laufe des Abends vom Servierpersonal eingezogen.
Bitte reservieren!
Wichtig neben dem Einzahlen: Reservieren Sie unbedingt Ihren Platz oder Ihren ganzen Tisch (8 bis 10 Personen) am Hirschessen beim Vereinssekretariat: sekretariat@erlen-verein.ch oder unter
Tel. 061 681 43 44. Es gilt: Wer zuerst kommt, wird zuerst bedient. Wir bestätigen Ihre Reservation mit der Zustellung der Bankettkarten. Wir hoffen, Ihre Wünsche erfüllen zu können.
Im Jahresbericht 2011 ist uns bei der Bildlegende auf Seite 8 leider ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Das Foto des fliegenden Uhus stammt von Frau Renate Remund. Sie hat mit dieser grossartigen Aufnahme den Fotowettbewerb 2011 des Erlen-Vereins gewonnen. Wir entschuldigen uns für die falsche Namensnennung.
Während der Winter unsere Region im Februar mit eisigen Temperaturen beherrschte, ging es bei unseren Wildkatzen in dieser Zeit heiss zu und her. Mit Beginn der Paarungszeit, der so genannten Ranz, wurde der Kuder (Männchen) nachts besonders aktiv und liess seine kreischenden Paarungsrufe hören. In Freiheit begeben sich die männlichen Wildkatzen nun auf die Suche nach paarungsbereiten Weibchen und versuchen gleichzeitig, andere Jungkuder aus ihrem Territorium fernzuhalten. Manche Männchen legen dabei bis zu 13 km pro Nacht zurück. Im Tierpark wird einfach die Verbindung zwischen den beiden Gehegekammern geöffnet, so dass Katze und Kuder sich näher kommen können. Während die Ranzzeit der Wildkatzen in den Monaten Januar bis März liegt, findet sie bei den Luchsen von ca. Ende Februar bis Anfang April statt. Die sonst einzelgängerischen Tiere markieren in dieser Zeit das Kerngebiet ihrer Reviere mit ihrem stark riechenden Urin besonders intensiv. Die Markierungen werden bevorzugt auf Nasenhöhe der Luchse an Wurzelstöcken oder Steinen plaziert. Auch die lauten Ranzrufe, die einem lang gezogenen"Ouh" gleichen, sind in dieser Zeit häufig zu hören. Ob das Liebesspiel unserer Wildkatzen und Luchse erfolgreich war, wird sich nach ca. 68 bis 72 Tagen zeigen. Die Verantwortlichen hoffen natürlich, dass mit dem Frühling gleichzeitig auch süsser Katzennachwuchs im Tierpark Lange Erlen Einzug halten wird!
Während gewisse Tierarten auf Tuchfühlung gehen, haben sich andere fast vollständig aus dem aktiven Leben zurückgezogen. Von Oktober bis März oder April halten die Europäischen Sumpfschildkröten eine Art Winterstarre. Die Tiere überwintern auf dem frostsicheren Teichgrund und vergraben sich dort im Bodenschlamm. Um möglichst wenig Energie zu verbrauchen, sind in dieser Zeit alle Körperfunktionen auf ein Minimum herabgesetzt. Selbst unter einer während Wochen geschlossenen Eisschicht können sie in diesem Zustand überleben, denn der stark verminderte Sauerstoffbedarf wird mit Hilfe der Hautatmung ausreichend gedeckt. Amphibien wie der Feuersalamander haben ebenfalls Ende Oktober, Anfang November ihr Winterquartier aufgesucht. Geeignet dafür sind unterirdische, am besten feuchte Fels- und Bodenspalten, Baumstümpfe, Brunnenstuben, Bergwerksstollen und Höhlen. Als neue Tierart wird der gelb-schwarz gezeichnete Salamander ab ca. April in seinem neuen Terrarium im Gämsenstall zu bewundern sein. Freuen wir uns auf das farbenprächtige Kerlchen!
Vor einigen Wochen sind im Tierpark die zwei lang ersehnten weiblichen mesopotamischen Damhirsche eingezogen. Nun haben wir mit dem Stier und zwei Kühen eine kleine Zuchtgruppe und hoffen nächsten Frühling auf Nachwuchs. Der Tierpark Lange Erlen leistet damit im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser Art. Mesopotamische Damhirsche gehören zu den seltensten Säugetieren der Welt und sind akut von der Ausrottung bedroht. Es ist nicht genau bekannt, wieviele Tiere es in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet im Iran noch gibt. In Zoos, Tierparks und Wildreservaten leben zurzeit noch maximal 500 Exemplare der schönen Hirsche.
Die Weihnachtsspende 2011 kommt dem neuen Beobachtungspavillon, dem so genannten Hide zugute. Bis Ende Dezember 2011 wurden nun rund Fr. 41'000.- gesammelt. Allen Spendern und Spenderinnen ein herzliches Dankeschön für diese grosszügige Unterstützung! Wir freuen uns weiterhin über jeden kleinen und grossen Beitrag, betragen die Gesamtkosten doch rund Fr. 200'000.--. Der Bau des Hide wird im Laufe dieses Jahres realisiert. Er wird gegenüber der neuen Gämsenanlage an den Rand des Teiches zu stehen kommen und ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern, das rege Treiben auf und um den Weiher zu beobachten. In den neu angelegten Schilfgürteln rund um den Hide werden viele Wasservögel ideale Brut- und Versteckmöglichkeiten finden. Im Innern des Pavillons entstehen drei Terrarien. Zu sehen sein werden dort der seltene Laubfrosch, die winzige Zwergmaus und die hübsche Ringelnatter.
Vielleicht ist Ihnen beim letzten Spaziergang durch den Tierpark aufgefallen, dass es auf denTeichen und Weihern ruhiger geworden ist. Vor wenigen Wochen sind die Höcker- und Trauerschwäne sowie die Nonnen- und Graugänse in ihr gesichertes Winterquartier im Betriebshof gezügelt. Grund dafür ist nicht etwa die Kälte oder Nahrungsmangel, sondern die Gefahr von zufrierenden Gewässern. Damit verlieren die Wasservögel einen wichtigen Schutz vor Beutegreifern wie Füchsen und Marder, weil sie bei Angriffen nicht mehr auf das rettende Wasser fliehen können. Etwa Ende März werden die Schwäne und Gänse wieder auf den grossen Weiher umziehen.
"Warum kriegen Enten im Winter keine kalten Füsse?", mag sich mancher Parkbesucher fragen, wenn er die Wasservögel im Winter auf zugefrorenen Teichen stehen sieht. Mutter Natur hat hier einmal mehr einen spannenden Trick auf Lager. Enten haben eine Art eingebauten Wärmetauscher. Arterien und Venen liegen in den Beinen der Enten dicht nebeneinander. Das warme Blut in den Arterien, das aus dem Körper in die Beine fliesst, wird so durch das kalte Blut in den Venen, das aus den kalten Füssen zurück in den Körper fliesst, abgekühlt. Gleichzeitig erwärmt sich dabei das kalte Blut aus den Füssen auf dem Weg zurück in den Körper. Von etwa 40 Grad kühlt das Blut so auf ca. 6 Grad ab. Das bedeutet, Enten haben tatsächlich kalte Füsse! Hätten sie warme Füsse, würden sie das Eis, auf dem sie stehen, antauen und dann mit dem Schmelzwasser festfrieren.
Wasservögel sind aber auch durch ihr Gefieder bestens vor der kalten Witterung geschützt. Ihre Federn sind gefettet und wasserabweisend. Enten zum Beispiel haben eine spezielle Fettdrüse am Schwanz, die Bürzeldrüse. Mit dem Schnabel und den Füssen verteilen sie das talgartige Sekret aus dieser Drüse im Federkleid. Ausserdem plustern sie sich auf, um die isolierenden Luftschichten zwischen den Daunen und Deckfedern noch zu vergrössern. So können auch harte Winter den Wasservögeln nichts anhaben.
Am 5.1.2012 hat Telebasel in der Sendung "Behind the scenes" einen Blick hinter die Kulissen des Tierparks geworfen. Sehen Sie selbst:
www.telebasel.ch/de/tv-archiv/&id=330479264
Der Zoobericht 2011 des Schweizer Tierschutz STS , ergänzt und aktualisiert durch die Zoologin Sara Wehrli von der Fachstelle Wildtiere des Schweizer Tierschutz STS, stellt eine Momentaufnahme der Situation in 31 kleinen und grossen Schweizer Zoos und Tierparks dar. Anhand von rund 200 begutachteten Gehegen zeigt der Bericht exemplarisch positive und negative Haltungsformen für verschiedenste Zootierarten auf. In einer Kurz-Beurteilung fasst der Bericht das Gesehene zu jedem der besuchten Zoos zusammen. Bewertet und beurteilt wurden die Gehege bzw. Haltungsformen aus der Sicht eines kritischen Zoobesuchers mit Fachkenntnis. Der Tierpark Lange Erlen wird in diesem Bericht als durchwegs gut beurteilt und weist keine negativen Beispiele von Tierhaltung auf!
www.tierschutz.com/zoobericht/langeerlen/langeerlen.pdf
Am 7. Oktober fand im Tierpark Lange Erlen die Eröffnung der neuen Anlage für die Gämsen statt. Sie wurde anstelle der alten Rehanlage gebaut. Auffällig ist das Stallgebäude, das nicht als Stall erkennbar ist, sondern sich als Fluh zeigt und deshalb von einigen bereits als Erlenfluh bezeichnet wird. Die Felsrippen aus künstlichem Nagelfluh ziehen sich vom Luchsgehege über die Uhuvoliere durchs neue Gämsengehege bis hinüber zum Rothirsch und der Wildkatze. Das attraktiv modulierte Gelände hat einen Wasserlauf mit Wasserfall und Kletterfelsen für die Tiere. Auf der Anlage gewöhnen sich nun ein Gämsbock und zwei Gämsgeissen an die neue Umgebung. Die Tiere sind Geschenke des Tierparks Biel und des Tierparks Dählhölzli Bern. Die Anlage kostet rund CHF 700'000.- und wurde dem Tierpark von einer nicht genannt sein wollenden älteren Dame aus dem Kleinbasel geschenkt, wofür ihr die Verantwortlichen des Erlen-Vereins sehr dankbar sind.
Am vergangenen Buuremärt wurde die neue Uhu-Voliere erstmals den Besuchern und Besucherinnen des Tierparks vorgestellt. Die neue Anlage ist rund achtmal grösser als die alte Voliere. Das neue Gehege mit den imposanten und dennoch eleganten Metallträgern und dem kaum sichtbaren Spezialnetz schafft einen attraktiven Lebensraum für die Uhus. Die künstliche Felswand mit den Brutnischen und die abwechslungsreiche Bepflanzung bieten den schönen Eulen diverse Rückzugsmöglichkeiten. Die Anlage kostete rund CHF 500'000.- und wurde vom Swisslosfonds Basel-Stadt, der L. + Th. La Roche Stiftung sowie durch zahlreiche grössere und kleinere Spenden finanziert, die auch aufgrund des "Erle-Fescht" vom vergangenen Jahr zustande kamen.
Die Eröffnung des Geheges der Waldgämsen erfolgt am Keschtenedaag vom 7. Oktober. Nächsten Frühling wird dann auch der Feuersalamander sein Terrarium im Stall der Waldgämsen beziehen. Zurzeit werden ausserdem die Fundamente für den Beobachtungspavillon, den so genannten Hide, gleich gegenüber des Waldgämsen-Geheges gesetzt und die Schilfbecken vorbereitet. Der Pavillon soll im nächsten Jahr erstellt werden und enthält Terrarien für Ringelnatter, Laubfrosch und Zwergmaus, wofür noch Spenderinnen und Spender gesucht werden.