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Jubelausflug 2005
Kurze Geschichte des Tierparks Lange Erlen

Das Waldgebiet an den Ufern der Wiese gehört seit alters her zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Basler Stadtbevölkerung. Dies veranlasste 1871 den Basler Ratsherrn Albert Lotz-Holzach, zusammen mit Gleichgesinnten, den Tierpark Lange Erlen und gleichzeitig den Erlen-Verein als dessen Träger zu gründen.

 

Die ersten Bewohner des neuen Tierparks waren ein Paar schwarze Schwäne aus dem fernen Australien, die von Fürst Carl Egon von Fürstenberg gespendet wurden. Im folgenden Jahr hielt ein Pärchen weisse Höckerschwäne als Geschenk der Stadt Genf seinen Einzug. Erst etwas später kamen Rehe und verschiedene Hirsche sowie Ziegen, Schafe, Lamas und einige exotische Tiere dazu. Die Weiher und die umliegenden Parkanlagen wurden mit weiteren Gänse- und Entenarten, aber auch verschiedenen Zierhühnern bevölkert.

 

Während auf die wärmebedürftigen Exoten schon bald wieder verzichtet werden musste, liegt das Hauptgewicht unseres Tierparks immer noch bei den Hirschen sowie anderen, vorwiegend einheimischen Säugern und Vögeln. Unter den zehn gezeigten Hirscharten sind neben den beliebten Dam- und Axishirschen, Rehen, Virginias (übrigens das Vorbild von Walt Disneys' Bambi) auch Rot- und Dybowskihirsche zu sehen. Zu den selteneren Arten gehören die nordamerikanischen Wapitis und die indischen Barasingha- und Sambarhirsche. Auf die kleinen Besucher üben natürlich die Zwergesel, Ponys, Ziegen, und ganz speziell die lebhaften Kapuzineraffen eine grosse Anziehungskraft aus. Daneben leben auch Wildschweine und vietnamesische Hängebauchschweine im Park. Die beiden Weiher sind von Schwänen, Gänsen und zahlreichen Enten bewohnt. Im weiteren werden Kraniche, Eulen, Kleinvögel und Zierhühner gehalten, während die Störche und Graureiher frei im Park leben und brüten. Sehenswert, besonders für Naturkundler, ist auch der vielfältige, schöne Baumbestand.

 

Vieles hat sich seit der Gründungszeit vor über 130 Jahren geändert, sogar der ursprüngliche Standort des Tierparks musste um die Jahrhundertwende dem Neubau der Bahnstrecke zum Badischen Bahnhof weichen. Heute besorgen fünf festangestellte Tierpfleger die laufenden Arbeiten und den Unterhalt des Parks, der jährlich auf rund 1,2 Mio. Franken zu stehen kommt. Ein vollamtliches Vereinssekretariat sorgt für eine reibungslose Administration.

 

Zwei wesentliche Eckpfeiler aber sind geblieben: Noch immer ist der Erlen-Verein mit unterdessen weit über 9000 Mitgliedern der Trägerverein des Tierparks; und dieser steht den Besuchern auch heute noch unentgeltlich zur Verfügung, wie es der Wunsch und die Absicht der Gründer war.